Tilgungsplan und Monatsrate berechnen
Monatsrate, Restschuld am Ende der Zinsbindung und Gesamtlaufzeit — mit vollständigem Tilgungsplan und der Wirkung von Sondertilgungen.
in Euro
in Prozent je Jahr
in Prozent je Jahr, üblich 2 bis 3
in Jahren
in Euro. Viele Verträge erlauben fünf Prozent der Darlehenssumme im Jahr — prüfen Sie das vor Abschluss, es kostet meist nichts extra.
1.625,00 €
Tilgungsplan anzeigen
Nach Ablauf der Zinsbindung bleiben 194.417 Euro Restschuld. Zu welchem Zins die dann anschlussfinanziert werden, weiß heute niemand — das ist das wesentliche Risiko dieser Finanzierungsform.
Gerechnet wird mit jährlicher Verrechnung. Banken rechnen meist monatlich, wodurch die tatsächliche Laufzeit etwas kürzer ausfällt.
Keine Finanzberatung. Der Rechner bildet die Mechanik eines Annuitätendarlehens ab. Ob eine Finanzierung zu Ihrer Lage passt, entscheiden Bank und gegebenenfalls eine unabhängige Beratung.
Wie ein Annuitätendarlehen funktioniert
Die Rate bleibt gleich, ihre Zusammensetzung ändert sich. Am Anfang besteht sie überwiegend aus Zinsen, am Ende fast nur noch aus Tilgung.
Jahresrate = Darlehen × (Zinssatz + Tilgungssatz)
Weil die Zinsen auf die Restschuld gerechnet werden und diese sinkt, wächst der Tilgungsanteil mit jeder Rate. Der Effekt beschleunigt sich — die zweite Hälfte des Darlehens ist deutlich schneller getilgt als die erste.
Was die Tilgung ausmacht
| Tilgung | Monatsrate | Laufzeit | Zinsen gesamt |
|---|---|---|---|
| 1 % | 1.125 € | über 40 Jahre | rund 250.000 € |
| 2 % | 1.375 € | rund 30 Jahre | rund 160.000 € |
| 3 % | 1.625 € | rund 23 Jahre | rund 118.000 € |
| 4 % | 1.875 € | rund 19 Jahre | rund 94.000 € |
300.000 Euro Darlehen, 3,5 Prozent Sollzins, Näherungswerte.
Zwischen einem und drei Prozent Tilgung liegen 500 Euro Monatsrate — und über 130.000 Euro Zinsen. Die Tilgungshöhe ist damit die folgenreichste Entscheidung der gesamten Finanzierung.
Das Risiko heißt Anschlussfinanzierung
Die Zinsbindung sichert den Zins nur für ihre Laufzeit. Was danach kommt, weiß heute niemand. Bei zehn Jahren Bindung, 300.000 Euro und drei Prozent Tilgung bleiben rund 190.000 Euro offen.
Steigt der Zins in dieser Zeit von 3,5 auf 5,5 Prozent, steigt die Rate bei gleicher Tilgung um rund 300 Euro im Monat. Wer knapp kalkuliert hat, bekommt dann ein Problem. Eine längere Zinsbindung kostet einen Aufschlag von etwa 0,2 bis 0,4 Prozentpunkten — dafür verschiebt sich das Risiko weit nach hinten oder entfällt ganz.
Sondertilgung wirkt stärker als erwartet
Jeder Euro Sondertilgung senkt die Restschuld sofort, und damit die Zinsen aller Folgejahre. Der Effekt summiert sich: 6.000 Euro im Jahr verkürzen ein Darlehen über 300.000 Euro zu 3,5 Prozent um mehr als sieben Jahre und sparen einen sechsstelligen Zinsbetrag.
Die meisten Verträge erlauben fünf Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme jährlich ohne Aufschlag. Ob und in welcher Höhe das gilt, gehört vor Abschluss geprüft — nachträglich ist es nicht verhandelbar.
Häufige Fragen
Wie berechnet sich die Monatsrate?
Die Jahresrate ist die Summe aus Zins- und Tilgungssatz, angewendet auf die Darlehenssumme. Bei 300.000 Euro, 3,5 Prozent Zins und 3 Prozent Tilgung sind das 6,5 Prozent oder 19.500 Euro im Jahr — also 1.625 Euro im Monat. Diese Rate bleibt während der Zinsbindung konstant; nur die Aufteilung zwischen Zins und Tilgung verschiebt sich.
Warum wächst der Tilgungsanteil mit der Zeit?
Weil die Zinsen auf die Restschuld gerechnet werden, und die sinkt mit jeder Rate. Da die Gesamtrate gleich bleibt, wird der Teil, der nicht für Zinsen draufgeht, jeden Monat größer. Dieser Effekt beschleunigt sich — die zweite Hälfte des Darlehens ist deutlich schneller getilgt als die erste.
Welche Tilgung ist sinnvoll?
Bei den heute üblichen Zinsen gelten drei Prozent als Richtwert, mindestens zwei. Der Grund ist die Laufzeit: Bei 3,5 Prozent Zins und 1 Prozent Tilgung dauert die Rückzahlung über 40 Jahre, bei 3 Prozent Tilgung rund 23 Jahre. Wer bei Rentenbeginn schuldenfrei sein will, rechnet rückwärts vom Alter.
Was passiert nach der Zinsbindung?
Die Restschuld muss neu finanziert werden — zu dem Zins, der dann gilt. Das ist das wesentliche Risiko dieser Finanzierungsform. Bei zehn Jahren Bindung, 300.000 Euro und 3 Prozent Tilgung bleiben rund 190.000 Euro offen. Steigt der Zins bis dahin um zwei Punkte, steigt die Rate deutlich. Eine längere Zinsbindung kostet Aufschlag, kauft aber Sicherheit.
Lohnt sich Sondertilgung?
Fast immer, solange der Sollzins über dem liegt, was Sie sicher am Kapitalmarkt erzielen. Der Effekt ist größer als erwartet: 6.000 Euro Sondertilgung im Jahr verkürzen ein Darlehen über 300.000 Euro zu 3,5 Prozent um mehr als sieben Jahre. Viele Verträge erlauben fünf Prozent der Darlehenssumme jährlich ohne Aufschlag — das gehört vor Abschluss geprüft.
Sollzins oder Effektivzins?
Der Rechner arbeitet mit dem Sollzins, weil daraus die Rate entsteht. Der Effektivzins enthält zusätzlich Nebenkosten der Finanzierung und dient dem Vergleich verschiedener Angebote. Für die Ratenberechnung ist der Sollzins der richtige Wert.
Wonach hier gerechnet wird
- Annuitätendarlehen mit konstanter Rate aus Zins und Tilgung
- Jährliche Verrechnung; Banken rechnen meist monatlich, wodurch die Laufzeit etwas kürzer ausfällt
- Der Rechner erfasst keine Bereitstellungszinsen, Disagio oder Bearbeitungsentgelte
Dieser Rechner ist ein Planungshilfsmittel. Er ersetzt weder die Planung noch die Prüfung durch eine Fachkraft, die für die Ausführung verantwortlich bleibt.