Zum Inhalt springen
pro-converter

Energie- und Heizungsrechner

Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher und Brennstoffe — mit Werten, die dem aktuellen Stand entsprechen.

Verfügbare Rechner

Heizungstausch im Bestand: in welcher Reihenfolge gerechnet wird

Wer im Bestand von Öl oder Gas auf eine Wärmepumpe wechseln will, fängt am besten nicht beim Gerät an, sondern beim Haus. Die Rechner dieses Bereichs lassen sich in einer Reihenfolge nutzen, in der jede Antwort die nächste Frage vorbereitet.

  1. Die Vorlauftemperatur testen

    Ob sich eine Wärmepumpe lohnt, entscheidet weniger das Baujahr als die Vorlauftemperatur, mit der das Haus warm wird. Das lässt sich an einem kalten Wintertag kostenlos prüfen: Heizkurve so weit absenken, dass der Vorlauf etwa 50 Grad erreicht, alle Thermostatventile öffnen und einen Tag abwarten. Bleibt es überall behaglich, ist eine Wärmepumpe realistisch. Wie der Test abläuft und was zu tun ist, wenn einzelne Räume kalt bleiben, beschreibt der Artikel Wärmepumpe im Bestand.

  2. Die Heizlast abschätzen

    Die Heizlast ist die Leistung, die das Haus am kältesten Tag braucht, und damit die Größe der Wärmepumpe. Der Wärmepumpenrechner schätzt sie aus Wohnfläche und Baualter und rechnet Arbeitszahl und Betriebskosten gleich mit. Der Wert ist ein Überschlag, verbindlich ist die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831. Liegt ein Angebot deutlich darüber, lohnt die Frage nach der Berechnungsgrundlage.

  3. Den bisherigen Verbrauch in Kilowattstunden umrechnen

    Für den Kostenvergleich braucht es den bisherigen Verbrauch als Wärmemenge. Auf der Rechnung steht Heizöl aber in Litern, Gas in Kubikmetern und Pellets in Tonnen. Der Brennstoffrechner rechnet das in Kilowattstunden um und vergleicht über die Nutzwärme, denn erst der Nutzungsgrad des Kessels macht die Kosten verschiedener Brennstoffe vergleichbar.

  4. Photovoltaik mit realistischen Erwartungen einplanen

    Eine Photovoltaikanlage liefert den meisten Strom im Sommer, die Wärmepumpe braucht ihn im Winter. Eine übliche Hausanlage deckt deshalb nur etwa 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms direkt. Was eine Anlage am eigenen Standort erzeugt, berechnet der PV-Ertragsrechner mit Einstrahlungsdaten aus PVGIS. Allein der Standort macht innerhalb Deutschlands knapp 18 Prozent Unterschied, wie der Artikel Photovoltaik: warum der Standort 18 Prozent Ertrag ausmacht zeigt.

  5. Den Speicher zuletzt dimensionieren

    Die Speichergröße ergibt sich erst, wenn Verbrauch und Ertrag feststehen. Als Anhalt gilt eine Kilowattstunde nutzbare Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch; darüber steigt der Autarkiegrad kaum noch, die Kosten aber linear weiter. Der Rechner für Autarkiegrad und Speichergröße zeigt diese Kurve, der Artikel Stromspeicher dimensionieren erklärt, warum sie abflacht.

Wenn ein Elektroauto dazukommt

Ein Elektroauto verschiebt die Rechnung noch einmal. Was das Laden kostet, hängt stark davon ab, ob zu Hause, mit eigenem Solarstrom oder an der Schnellladesäule geladen wird; das zeigt der Rechner für die Ladekosten des Elektroautos. Was beim Anschluss der Wallbox zu beachten ist, steht im Artikel Wallbox anschließen: was der Netzbetreiber verlangt.

Grundlagen der Energie- und Heizungsberechnungen

Effiziente Heiz- und Energiesysteme erfordern eine exakte Dimensionierung. Überdimensionierte Wärmepumpen führen zu häufigem Takten und vorzeitigem Verschleiß des Verdichters; unterdimensionierte Anlagen erfordern den unwirtschaftlichen Einsatz des elektrischen Heizstabs. Die hier bereitgestellten Rechner basieren auf anerkannten Auslegungsmethoden:

  • Heizlastberechnung: Überschlägige Ermittlung nach Baualtersklasse und Gebäudenutzfläche in Anlehnung an das vereinfachte Verfahren der DIN EN 12831.
  • Photovoltaik-Ertrag: Strahlungsdaten basierend auf den Satellitendatensätzen des EU-Projekts PVGIS-SARAH2 unter Berücksichtigung von Systemverlusten und Neigungswinkeln.
  • Speicher und Autarkie: Dimensionierungsansätze nach den Monitoring-Kennzahlen der HTW Berlin zur optimalen Relation von PV-Leistung und Speicherkapazität.

Energierechnungen leben von aktuellen Preisen und Förderhöhen. Alle hier verwendeten Werte tragen ein Datum und werden regelmäßig gepflegt.