Ladekosten für das Elektroauto berechnen
Was das Laden je 100 Kilometer und im Jahr kostet — mit den Ladeverlusten, die in den meisten Rechnungen fehlen, und dem Vergleich zum Verbrenner.
kWh je 100 km, laut Bordcomputer
in Kilometern
in Euro je Kilowattstunde
Liter je 100 km
in Euro je Liter
6,55€
Alle Ladearten im Vergleich
Beim Laden gehen rund 12 Prozent als Wärme verloren. Der Zähler zeigt deshalb mehr an, als im Fahrzeug ankommt.
Der Verbrauch steigt im Winter um 20 bis 30 Prozent, weil geheizt werden muss und die Batterie kälter arbeitet.
Der Zähler zeigt mehr an, als im Auto ankommt
Zwischen Steckdose und Batterie geht ein Teil der Energie als Wärme verloren: im Bordladegerät, das Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt, in der Batterie selbst und in der Kühlung. Beim Laden an der Wallbox sind das 10 bis 12 Prozent.
Ein Fahrzeug mit 18 kWh Verbrauch je 100 Kilometer zieht damit rund 20,5 kWh aus dem Netz. Wer mit dem Bordcomputerwert rechnet, unterschätzt die Kosten um über zehn Prozent.
Beim Gleichstrom-Schnellladen sind die Verluste geringer, weil das Bordladegerät umgangen wird — dafür ist der Strompreis deutlich höher.
Was die Ladeart ausmacht
| Ladeart | Preis je kWh | Je 100 km | 15.000 km |
|---|---|---|---|
| Eigener Solarstrom | 0,11 € | 2,25 € | 338 € |
| Gesonderter Ladetarif | 0,26 € | 5,32 € | 798 € |
| Haushaltsstrom | 0,32 € | 6,55 € | 982 € |
| Öffentlich Wechselstrom | 0,55 € | 11,00 € | 1.650 € |
| Öffentlich Schnellladen | 0,75 € | 14,52 € | 2.177 € |
| Benziner, 7 l zu 1,75 € | — | 12,25 € | 1.838 € |
Bei 18 kWh Verbrauch je 100 km, Ladeverluste eingerechnet. Richtpreise, im Rechner anpassbar.
Die Tabelle zeigt den entscheidenden Punkt: Wer zu Hause lädt, fährt deutlich günstiger als mit einem Verbrenner. Wer überwiegend öffentlich schnelllädt, fährt teurer. Die Ladeinfrastruktur zu Hause ist damit nicht nur bequem, sondern der eigentliche wirtschaftliche Hebel.
Solarstrom richtig bewerten
Für eigenen Solarstrom werden hier die Stromgestehungskosten angesetzt — was die Kilowattstunde in der Erzeugung kostet. Wirtschaftlich exakt wäre der Vergleich mit der entgangenen Einspeisevergütung: Jede selbst genutzte Kilowattstunde wird nicht eingespeist, entgeht Ihnen also die Vergütung.
Da diese deutlich unter dem Bezugspreis liegt, ist das Ergebnis dasselbe: Laden mit eigenem Solarstrom ist immer günstiger als Laden aus dem Netz. Der Rechner bildet damit die konservativere Variante ab.
Häufige Fragen
Was kostet das Laden eines Elektroautos je 100 Kilometer?
Bei 18 kWh Verbrauch und Haushaltsstrom für 32 Cent rund 6,50 Euro — einschließlich der Ladeverluste. Mit eigenem Solarstrom sind es etwa 2,25 Euro, an einer öffentlichen Schnellladesäule rund 14,50 Euro. Die Spanne zwischen der günstigsten und der teuersten Ladeart beträgt also mehr als das Sechsfache.
Was sind Ladeverluste?
Die Differenz zwischen der Energie, die der Zähler misst, und der, die in der Batterie ankommt. Sie entstehen im Bordladegerät, in der Batterie selbst und durch die Kühlung. Beim Wechselstromladen liegen sie bei 10 bis 12 Prozent, beim Gleichstromladen bei 5 bis 8 Prozent, weil dort das Bordladegerät umgangen wird. In den meisten Kostenrechnungen fehlen sie.
Warum ist Schnellladen so viel teurer?
Weil die Infrastruktur teurer ist: Leistungselektronik, Netzanschluss und Leistungspreise für hohe Anschlussleistungen. Wer überwiegend zu Hause lädt und nur auf Langstrecken schnellladet, kommt auf einen Mischpreis nahe dem Hausstromtarif — bei 90 Prozent Heimladung und 10 Prozent Schnellladen sind es rund 7,30 Euro je 100 Kilometer.
Wie viel spart ein Elektroauto gegenüber einem Verbrenner?
Bei 15.000 Kilometern im Jahr, 18 kWh je 100 km zu Hausstrompreisen gegenüber 7 Litern zu 1,75 Euro: rund 840 Euro im Jahr. Mit Solarstrom steigt die Ersparnis auf etwa 1.500 Euro. Die Rechnung betrachtet nur Energiekosten — Anschaffung, Wertverlust, Versicherung und Wartung sind nicht enthalten und fallen je nach Fahrzeug sehr unterschiedlich aus.
Warum steigt der Verbrauch im Winter?
Um 20 bis 30 Prozent, aus zwei Gründen. Erstens muss der Innenraum elektrisch geheizt werden — ein Verbrenner nutzt dafür Abwärme, die beim Elektroauto nicht anfällt. Zweitens arbeitet eine kalte Batterie mit schlechterem Wirkungsgrad und muss teilweise vorgewärmt werden. Wärmepumpen im Fahrzeug mildern den ersten Punkt deutlich.
Wonach hier gerechnet wird
- Ladeverluste mit 10 bis 12 Prozent bei Wechselstrom, 7 Prozent bei Gleichstrom
- Richtpreise als Startwerte, vom Nutzer zu überschreiben
- Für Solarstrom sind die Stromgestehungskosten einer eigenen Anlage angesetzt
- Die Rechnung erfasst allein die Energiekosten, keine Fixkosten des Fahrzeugs
Dieser Rechner ist ein Planungshilfsmittel. Er ersetzt weder die Planung noch die Prüfung durch eine Fachkraft, die für die Ausführung verantwortlich bleibt.
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