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Photovoltaik-Ertrag berechnen

Geben Sie Ihre Postleitzahl ein — der Rechner verwendet dann die Einstrahlungsdaten Ihrer Region aus PVGIS statt eines bundesweiten Durchschnitts.

Ohne Angabe wird der bundesweite Mittelwert verwendet

in Kilowatt-Peak

in Grad, 0 ist flach

in Prozent, geschätzt

in Cent je Kilowattstunde

in Cent, aktuellen Satz prüfen

Jahresertrag

9.928kWh

Je Kilowatt-Peak993 kWh
Standortbundesweiter Mittelwert
Faktor Lage100 % von Süd 30°Bewertung: optimal
Modulfläche, grob50
Wert im Jahr, grob1.574

Die Werte beruhen auf mehrjährigen Mittelwerten. Einzelne Jahre weichen je nach Wetter um bis zu zehn Prozent ab.

Rechenweg anzeigen
Ertrag = kWp × Standortwert × Lagefaktor × (1 − Verschattung)
Standortwert1.045 kWh/kWp
Lagefaktor Süd bei 30°100 %
Vor Verschattung10.450 kWh
Nach 5 % Verschattung9.928 kWh

Warum der Standort den größten Unterschied macht

Zwischen dem schwächsten und dem stärksten Postleitzahlgebiet liegen knapp 18 Prozent Jahresertrag: 964 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak in Hamburg gegenüber 1.134 in Ravensburg. Für eine 10-kWp-Anlage sind das rund 1.700 Kilowattstunden im Jahr — bei 30 Cent je Kilowattstunde ein Unterschied von über 500 Euro, jedes Jahr, über zwanzig Jahre.

Pauschalrechner, die mit einem bundesweiten Mittelwert arbeiten, liegen deshalb je nach Region systematisch zu hoch oder zu niedrig.

Die schwächsten erhobenen Standorte

GebietReferenzortkWh/kWp
22Hamburg964
98Schleusingen965
20Hamburg966
26Oldenburg972

Die stärksten erhobenen Standorte

GebietReferenzortkWh/kWp
88Ravensburg1134
78Konstanz1134
72Tübingen1128
76Karlsruhe1118

Ausrichtung und Neigung in Zahlen

Die folgenden Faktoren wurden in der geografischen Mitte Deutschlands gemessen, damit sie nicht von der Breitenlage eines Randstandorts geprägt sind. Referenz ist Südausrichtung bei 30 Grad.

Ausrichtung 15°30° 45°60°90°
Süd 86 %95 %100 %100 %95 %71 %
Südost 86 %92 %95 %94 %89 %66 %
Südwest 86 %92 %95 %93 %88 %65 %
Ost 86 %85 %82 %78 %71 %51 %
West 86 %84 %82 %77 %70 %50 %
Nord 86 %73 %59 %46 %34 %20 %

Anteil am Ertrag bei Süd und 30 Grad. Quelle: PVGIS 5.2, eigene Abfrage.

Was die Tabelle zeigt

  • 30 und 45 Grad sind praktisch gleichwertig. Der Unterschied beträgt weniger als ein halbes Prozent — die Dachneigung ist also selten der Grund, eine Anlage nicht zu bauen.
  • Südost und Südwest kosten kaum etwas. Mit 95 Prozent liegen sie so nah an Süd, dass die Abweichung in der Ertragsprognose untergeht.
  • Ost und West sind besser als ihr Ruf. 82 Prozent bei 30 Grad — und der gleichmäßigere Tagesverlauf macht den Rückstand beim Eigenverbrauch häufig wett.
  • Flachdächer verlieren nur 14 Prozent. Ohne Aufständerung, ohne Ausrichtungsproblem, dafür mit mehr Verschmutzung.
  • Nord lohnt sich nicht. 59 Prozent bei 30 Grad, bei steileren Dächern deutlich weniger.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Ein Einfamilienhaus in Ravensburg, Postleitzahl 88212, soll eine 10-kWp-Anlage bekommen. Das Dach zeigt nach Südwest bei 35 Grad, ein Nachbarbaum verschattet geschätzte 8 Prozent.

  1. Standortwert aus PVGIS für Gebiet 88 (Ravensburg): 1.134 kWh/kWp
  2. Faktor Südwest bei 35 Grad, interpoliert: rund 94 Prozent
  3. Vor Verschattung: 10 × 1.134 × 0,94 = 10.660 kWh
  4. Nach 8 Prozent Verschattung: rund 9.800 kWh im Jahr

Dieselbe Anlage in Hamburg käme auf rund 8.300 Kilowattstunden — etwa 1.500 weniger, ohne dass an der Anlage selbst irgendetwas anders wäre.

Häufige Fragen

Wie viel Ertrag bringt eine Photovoltaikanlage in Deutschland?

Zwischen rund 964 und 1.134 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr, gemessen bei Südausrichtung und 30 Grad Neigung. Der Unterschied zwischen Hamburg und dem Alpenvorland beträgt knapp 18 Prozent. Genau deshalb rechnet dieser Rechner mit dem Wert Ihres Postleitzahlgebiets statt mit dem bundesweiten Mittel von 1045 Kilowattstunden.

Wie stark wirkt sich die Ausrichtung aus?

Bei 30 Grad Dachneigung liefert eine Ostfläche noch 82 Prozent des Südertrags, eine Westfläche 82 Prozent und eine Nordfläche 59 Prozent. Südost und Südwest liegen bei rund 95 Prozent — der Unterschied zu reiner Südausrichtung ist also gering. Erst jenseits von Ost und West wird es deutlich.

Welche Dachneigung ist optimal?

In Deutschland liegt das Optimum bei Südausrichtung zwischen 30 und 35 Grad. Der Unterschied zwischen 30 und 45 Grad ist allerdings verschwindend gering — die PVGIS-Daten zeigen bei beiden praktisch denselben Ertrag. Ein Flachdach ohne Aufständerung verliert rund 14 Prozent, eine senkrechte Fassade knapp 30 Prozent.

Ist eine Ost-West-Anlage sinnvoll?

Für den Eigenverbrauch häufig ja. Sie liefert etwa 18 Prozent weniger Jahresertrag als eine Südanlage, verteilt ihn aber gleichmäßiger über den Tag: morgens und abends statt einer Mittagsspitze. Weil selbst genutzter Strom deutlich mehr wert ist als eingespeister, gleicht sich der Nachteil oft aus oder kehrt sich um.

Woher stammen die Standortdaten?

Aus PVGIS, dem Photovoltaic Geographical Information System des Gemeinsamen Forschungszentrums der Europäischen Kommission. Zugrunde liegt der Datensatz PVGIS-SARAH2 mit Satellitenmessungen über mehrere Jahre. Für jedes deutsche Postleitzahlgebiet wurde ein Referenzort abgefragt.

Wie genau ist die Prognose?

Die Werte sind mehrjährige Mittelwerte. Einzelne Jahre weichen wetterbedingt um bis zu zehn Prozent nach oben oder unten ab. Hinzu kommen Unsicherheiten bei Verschattung, Verschmutzung und Alterung der Module — letztere liegt bei etwa 0,5 Prozent Leistungsverlust im Jahr.

Wonach hier gerechnet wird

  • PVGIS 5.2 des Joint Research Centre der EU, Datensatz PVGIS-SARAH2
  • Referenzort je zweistelligem Postleitzahlgebiet, 87 Gebiete erhoben
  • Ertragsfaktoren gemessen in der geografischen Mitte Deutschlands, Referenz Süd 30 Grad
  • Systemverluste mit 14 Prozent angesetzt, dem Standardwert von PVGIS
  • Modulfläche mit rund 5 m² je kWp bei heute üblichen Wirkungsgraden um 21 Prozent

Dieser Rechner ist ein Planungshilfsmittel. Er ersetzt weder die Planung noch die Prüfung durch eine Fachkraft, die für die Ausführung verantwortlich bleibt.

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